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Geänderter Prozessionsweg

Alljährlich am 40. Tag nach dem Osterfest, an Christi Himmelfahrt, ziehen in den katholischen Gegenden die Pfarrangehörigen in einer Flurprozession hinaus in Feld und Flur, um für eine gute Ernte, die Verschonung vor Unwettern und Gottes Segen für die menschliche Arbeit zu beten. Diese Bittgänge, in denen sich Liturgie und Brauchtum verbinden, haben eine lange Tradition. So berichtet die Herrieder Pfarrgeschichte bereits 1727 von einem Flurumgang mit sieben Stationen in Roth, Schernberg, Stegbruck, Stadel, Brünst, Heuberg und Lammelbach, der von mittags 12 Uhr bis abends 6 Uhr dauerte und an dem mehr als 600 Pfarrangehörige teilgenommen haben. Wir erfahren dabei auch, dass Trompeter, Paukenschläger, Singknaben und Choralisten die Prozession begleiteten. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wird der Flurumgang in eine Prozession mit vier Altären umgewandelt. Bis in die 60-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts nahm die Bittprozession nach vorangegangenem Gottesdienst in der Stiftskirche ihren Weg über Mühlbruck-Stegbruck-Brünst zur Siechkapelle vor den Toren der Altmühlstadt. Dann kam der Wunsch auf, die Prozession auch in andere Bereiche der Pfarrei zu führen, wobei auch eine Verkürzung der Wegstecke in die Überlegungen einfloss. Nur ein Mal führte der Weg Ende der 60-er Jahre über Leibelbach-Lammelbach-Sauerbach-Winn zurück nach Herrieden, erwies sich aber als zu lange. So setzte sich vor rund 50 Jahren die Praxis durch, die Flurprozession wechselweise nach Hohenberg bzw. Roth mit jeweils vier Altären durchzuführen. Dieser Rhythmus erfährt nun heuer eine Änderung. Ausschlaggebend hierfür sind bauliche Veränderungen, die einen der beiden Prozessionswege nicht mehr zulassen. Außerdem sprachen sich die Verantwortlichen im Pfarrgemeinderat für eine erneute Verkürzung der Wegstrecke aus, um älteren Pfarrangehörigen und Familien mit Kindern die Teilnehme zu ermöglichen. Deshalb startet der Flurumgang an Christi Himmelfahrt in diesem Jahr erstmals um 8.30 Uhr am Parkplatz vor dem Sportgelände an der Altmühl und führt über das Altmühlhaag und den Winner Weg, zur Reitanlage und zum zum Gänssteg. Dort wendet der Zug und kehrt zum abschließenden Altar am Ölberg der Stiftsbasilika  zurück, wo um 10.00 Uhr der Pfarrgottesdienst, als Freiluftgottesdienst am Deocarplatz gefeiert wird. Durch diese Neuerung sollen nach dem Willen der Verantwortlichen nach den pandemiebedingten Einschränkungen wieder mehr Pfarrangehörige aktiviert und dem Schwund an Prozessionsteilnehmern entgegengewirkt werden. Einen Eindruck früherer großer Teilnehmerzahlen vermittelt ein Foto des Flurumgangs nach Lammelbach-Sauerbach-Winn, aus 1968.

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