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Instandsetzungsarbeiten der Kirchenorgel

Herrieden (re) – In der Herrieder Friedhofskirche St. Martin haben die Instandsetzungsarbeiten der Kirchenorgel begonnen. Mit den Arbeiten wurde die Wassertrüdinger Orgelbaufirma Deininger und Renner beauftragt. Bereits 2018 wurde der Orgelsachverständige der Diözese Eichstätt, Martin Bernreuther, mit der Begutachtung der Orgel beauftragt. Er stellte fest, dass die letztmals 1995 instandgesetzte Orgel einer fachgerechten Reinigung und Renovierung in technischer und  klanglicher Hinsicht bedarf. Die Prospektpfeifen sind stark verunreinigt und bedürfen einer Polierung. Ferner sind nach Feststellung des Sachverständigen die Elektroinstallationen am Spieltisch und am Orgelgehäuse zu entfernen und fachgerecht zu erneuern. Verbesserungen sind auch am Spieltisch des Instrumentes notwendig. Ausserdem empfahl Bernreuther die Bekämpfung des Anobienbefalls im Gotteshaus. Diese Maßnahme wurde bereits im Sommer 2019 durchgeführt und verursachte Kosten von rd. 9.500 €. In den vergangenen Tagen hat die beauftragte Orgelbaufirma unter Leitung des Orgelbaumeisters Stefan Hasselt mit dem Ausbau der Orgel und den Transport in die Wassertrüdinger Werkstatt begonnen. Dabei ist das Pfeifenwerk mit 809 Metall- und Holzpfeifen mitbetroffen. Den Arbeiten der Orgelrestaurierung liegt ein Angebot von 32.469.-- € zugrunde. Zu erneuern sind sämtliche ledernen Taschenscheiben der Orgel, eine der wichtigsten Arbeiten bei der Orgelsanierung. Das pneumatische System, bestehend aus Spiel- und Registertraktur und Spieltischpneumatik wird einer Instandsetzung unterzogen. Abschließend wird das Instrument neu intoniert. Die Maßnahme wird durch die Diözese Eichstätt mit einem Zuschuss in Höhe von 25 % und durch die Stadt Herrieden mit einer Förderung von 10 % unterstützt. Für diese kostenintensive Maßnahme haben sich die Verantwortlichen der Kirchenverwaltung entschlossen, um die Orgel in ihrem Bestand für die Zukunft zu ertüchtigen und wieder eine würdige Gestaltung der Beerdigungsgottesdienste zu ermöglichen. Blättert man im Archiv der katholischen Pfarrei St. Vitus und St. Deocar, so findet man bereits 1834 eine Anzeige des Cantors, dass die Orgel der Kirche bei St. Martin schadhaft ist und einiger Reparatur bedarf. Mehr als 50 Jahre später muss sich die Kirchenverwaltung erneut mit einer Reparatur der Orgel der Gottesackerkirche befassen. Nach langen Beratungen und Überlegungen wird der Orgelbauanstalt August Bittner in Eichstätt der Auftrag zum Einbau einer neuen Orgel zum Preis von 2.233,-- Mark erteilt. In Mitleidenschaft gezogen wurde dieses Werk im Ersten Weltkrieg, als Metallpfeifen zu Kriegszwecken abgeliefert werden mussten. Im Jahr 1919 konnten diese Orgelpfeifen durch die Eichstätter Orgelbauanstalt zum Preis von 582,-- Mark durch neue Pfeifen ersetzt und die Orgel wieder in einen spielfähigen Zustand versetzt werden. Vor 60 Jahren, im Jahr 1961,  war die Orgel der Martinskirche erneut Beratungsgegenstand der Kirchenverwaltung. Aus finanziellen Gründen musste sich das Gremium mit dem Erwerb einer gebrauchten Orgel mit zwei Manualen und 16 Registern von der katholischen Pfarrei in Titting bei Eichstätt befassen. Hierbei war aber der Orgelprospekt neu zu schaffen, denn die Pfarrei in Titting wollte den ursprünglichen Orgelprospekt vor Ort weiterverwenden. Die Kirchenverwaltung hat sich dann für den Kauf des gebrauchten Instruments zum Preis von 17.750 DM und gegen den Ankauf eines elektronischen Gerätes entschieden. Ein am Spieltisch angebrachtes Firmenschild datiert die Orgel in das Jahr 1907 mit dem Hinweis „Niederkirchen Nr. 940“. Die derzeitigen Instandsetzungsarbeiten werden bis in den Sommer andauern, dann verfügt die Martinskirche nach sorgfältiger Nachintonation sämtlicher Register mit teilweiser Veränderung des Charakters in Richtung „romantischer Klang“ wieder über eine voll spielfähige „Königin der Instrumente“.

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