Katholisch sein, heißt fröhlich sein – carne vale
„Katholisch sein, heißt fröhlich sein“ so sagten einige Kommilitonen während meiner Studienzeit sehr gerne. Dieses Motto passt, wie ich finde, sehr gut zur aktuellen Zeit.
Der Fasching oder Karneval, er kommt ja aus der Tradition, vor der Fastenzeit, wenn es carne vale also „Fleisch lebe wohl“ heißt, noch einmal bewusst mit all den von Gott geschenkten Gaben zu feiern.
Die Feier, die Freude, sie lebt davon, dass sie den Alltag durchbricht, ist etwas Besonderes. Jeden Tag Essen und Trinken in Hülle und Fülle, jeden Tag Feiern zu müssen, würde schnell langweilig werden und uns abstumpfen lassen.
In diese Richtung geht auch die Fastenzeit, vor der wir stehen. Wir sollen nicht auf die Freude verzichten, nein im Gegenteil, wir sollen bewusst den Blick auf das Große und Ganze werfen und uns von dem Ballast befreien, der uns mehr hindert als erfüllt, um uns wirklich und frei freuen zu können.
Wenn also das „Helau“ in den Abendstunden des Faschingsdienstags langsam verstummt, so nicht um uns traurig zurück zu lassen, sondern um uns vorzubereiten auf den nächsten Jubelruf, das „Halleluja“.
Kaplan Armin M. Drechsler
