Zum Inhalt springen

Der Gedenktag (17. Januar), des heiligen Antonius des Großen, fällt dieses Jahr auf einen Sonntag. Damit er nicht ganz vergessen wird, hier einige Notizen. Er wird auch Stern der Wüste oder Mönchsvater in Ägypten genannt.

Ich wusste nicht mehr von ihm, als dass er mit einem Schwein dargestellt wird und Sau-Toni, im Gegensatz zum Schlamperertoni (Antonius von Padua, 13. Juni), genannt wird. Aber das war‘s dann schon.
Übrigens man weiß von Antonius durch seinen Biografen, den Kirchenlehrer Athanasius.

Was kann uns der Heilige sagen, die wir heute in ungemütlichen Zeiten leben.
Begeben wir uns auf Spurensuche. In dem, was ich erzähle wird es ein Leichtes sein, ohne dass ich es jedes Mal erwähne, die Frage zu stellen, was kann ich davon mitnehmen.

Der jugendliche Antonius
Es war Christenverfolgungszeit und man lehnte sich mit seinem Christsein nicht andauernd mutig aus dem Fenster.
Seine Jugend war ohne besonders ausschweifende Erlebnisse.
Da ist ein nachdenklicher hörender Mensch. Kein Überflieger oder Asket.

Nachfolge
Antonios Eltern sterben.
Antonius hört zufällig das Evangelium, das das Tagesevangelium für seinen Gedenktag geworden ist, das Evangelium vom Jüngling der Nachfolgen will, aber dann doch nicht die vollkommene Nachfolge anstreben will.
Antonius gibt seinen Besitz den Armen, versorgt seine Schwester. Und lebt das Evangelium (wie später Franziskus) wortwörtlich.

Freund Gottes
Nach dem Vorbild Christi, will Antonios sich nicht in der diesseitigen Welt einrichten, er betrachtet die Schrift und arbeitet, wie alle christlichen Asketen.

Antonius vermeidet den abschätzigen Blick zu jenen, die hinter seinen Idealen zurückbleiben.
Er besucht andere Asketen und entdeckt die guten Eigenschaften der anderen Mit-Kämpfer für Christus. Er hat es nicht nötig andere zu beneiden, sondern kann ihre Begabungen schätzen.
Den einen bewundert er wegen seiner Ausdauer in Sanftmut, den anderen wegen seines starken Bemühens um die Heilige Schrift, bei einem Beharrlichkeit im Gebet bei einem anderen Liebenswürdigkeit.
So zeigen sich ihm die verschiedenen Aspekte der Christusähnlichkeit.
Er erkennt als das Verbindende die allen gemeinsame fromme Verehrung Christi und die Liebe zueinander. Alle, die ihn kennen, nennen ihn Freund Gottes.
Antonios hat aber auch mit Anfechtungen zu tun. Alles was er zuvor für Christus aufgegeben hat, kommt ihm wieder in den Sinn. Und dann fällt ihm ein wie schwer es ist, das durchzuhalten und wie schwach er selbst ist.
Aber er hält fest an seinem einmal getroffenen Entschluss und kämpft gegen seine Neigungen.
Er ist der Meinung, dass er zur Anspannung der Seele dann fähig ist, wenn die körperlichen Begierden schwach sind.
Er will nicht auch Gott lieben, neben manch anderem, sondern aus ganzem, aus ungeteiltem Herzen nur Gott.
Und dann gibt es jene Erzählung, die sich wie ein Alptraum anhört, wo Antonios gegen Dämonen kämpfen muss. Es geht um innere Qualen, die er körperlich spürt. Aber er hält den Anfeindungen stand und wird belohnt für sein Nicht-Aufgeben.

Auch in der Wüste macht Antonius dämonische Erfahrungen: Sie sind überall, wo Antonius ist. Nicht weil er sie mitbringt, sondern weil das Böse sich dort widersetzt, wo jemand gut sein will.

Soweit war es mir möglich, über Heiligen einige geistliche Haltungen zu finden, die für das Mönchsleben damals, wahrscheinlich wie die Benediktsregel für das Zusammenleben von Menschen allgemein, aber auch für unser Durchhalten in widrigen Umständen von Nutzen sein kann, besonders in wüsten Zeiten; darum die Bezeichnung Wüstenheiliger, meint Ihr Pfarrer Hauf.

 

Pfarramt
Telefon: 09825/9294-0
Telefax: zur Zeit außer Betrieb
e-Mail: herrieden(at)bistum-eichstaett(dot)de
Website: www.pfarrverband-herrieden-aurach.de

 

Öffnungszeiten des Pfarrbüros:

Montag: 08.00 - 12.00 Uhr
Dienstag 14.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch bis Freitag: 08.00 - 12.00 Uhr